Frank Torres Barban, "weiße Nasen"
Frank Torres Barban, "Gedankenverloren"Wir eröffnen am Samstag den 21. Oktober 2023 um 18:30 die Ausstellung "weiße Nasen" des aus Kuba stammenden Malers Frank Torres Barban. Der 1987 in Havanna geborene Künstler vermisste in seiner neuen Heimat Österreich ein wenig die pralle Farbenpracht der Karibik. Als Sohn eines Künstlerpaares versteht er das mit seiner Leidenschaft zur Malerei zu kompensieren.
Er entwickelte einen eigenen Stil zwischen Realität und Fantasie. Primär ließ er sich vom Expressionismus beeinflussen, Tiere zählen zu seinen Lieblingsmotiven. Auch der Kubismus des 20. Jahrhunderts beeinflusste ebenfalls den Künstler.
Im Zyklus weiße Nasen geht es in erster Linie um Gefühle und deren Wahrnehmung. Seine Figuren erzählen uns ihre Geschichten.
Geht man davon aus, dass jeder Mensch anders wahrnimmt, wäre theoretisch für jeden Menschen jedes Kunstwerk, jedes gemalte Bild ein jeweils anderes – ein etwas anderes oder ein gänzlich anderes? Und wäre die Aussage des Bildes dann beliebig oder würde es eine „Resteindeutigkeit“ geben?
„Eindeutigkeit“ würde bedeuten, dass viele, die meisten oder nahezu alle Rezipienten gleich oder zumindest ähnlich wahrnehmen müssten. Nähme man an, die Wirkung der Kunst läge vor allem im Auge des Betrachters, wäre das Kunstwerk ansich Verhandlungsmasse, es wäre zu uneindeutig, unter Umständen wäre seine Aussage beliebig. Kritiker könnten diesen Umstand nur relativieren, indem sie sich auf ein Beurteilungsregelwerk verständigen oder für sich ein solches Regelwerk definieren und dessen Kriterien, denen gemäß sie ihr Werturteil fällen würden, transparent machten.
Die Arbeiten des Künstler sollen uns dabei helfen ein besseres Verständnis für die Wahrnehmung von Gefühlen zu entwickeln.
Die Ausstellung läuft bis einschließlich 9.12.2023 und ist jeweils an Samstagen von 10:00 bis 16:00 Uhr oder gegen Voranmeldung geöffnet.
Die im Jahr 2013 durch eine Privatinitiative gegründete Galerie versteht sich als Plattform zur Präsentation und Vermittlung zeitgenössischer, bildender Kunst. Den Schwerpunkt bildet dabei die Malerei. Im Freigelände werden von Mai bis Oktober auch Skulpturen und Plastiken gezeigt. Das Programm umfasst jährlich 8 bis 10 Ausstellungen, die sowohl thematisch als auch seitens der präsentierten Künstler bewusst breit gestreut sind. Unter dem Motto "Kunst im Dialog" werden einzelne Künstler und Themen präsentiert. Dadurch soll die Kommunikation zwischen Schaffenden und Publikum angeregt und gefördert werden. Das Atelier Bajadere als Galerie und gleichzeitig als Ort künstlerischer Produktion bietet dabei ideale Voraussetzungen zum Dialog. Wir sehen es als unsere Aufgabe Kreative zu unterstützen und ihnen die Möglichkeit zu bieten, sich und ihre Werke in einem entsprechenden Rahmen einem interessierten Publikum zu präsentieren.
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